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In Erinnerung an Tami

Diesen Mittwoch erhielt ich die traurige Nachricht, dass Tami „the best dog ever!“, tot ist.
Tami war die Hündin einer Freundin von mir, und wenn sie auf Urlaub oder sonstwie länger unterwegs war, durften ich und meine Freundin Angie  in den letzten zweieinhalb Jahren öfter auf Tami aufpassen. Ein paar Tage lang, eine Woche, zwei, einmal war sie glaube ich sogar fast ein Monat lang bei uns.
In dieser Zeit ist sie uns natürlich sehr ans Herz gewachsen und ich schäme mich der einen oder anderen Träne die ich mir ihretwegen nun aus dem Augenwickel wische nicht.

Tami hatte schon länger einige Geschwüre im Bauchbereich die nicht zu behandeln waren, aber wann und wie genau das zu einem Problem werden würde, konnte niemand genau sagen. Wie mir Tamis Frauchen dann Mittwoch in der Nacht mitteilen musste, dürfte eines dieser Geschwüre aufgeplatzt sein, woraufhin sie in der Tierklinik in Wiener Neustadt in ihren Armen eingeschläfert werden musste.
In gewisser Weise ist es gut, dass es so überraschend und schnell ging. Besser als sie wäre krank geworden und hätte gelitten. So hatte sie bis zum Schluss ein -von dem einen oder anderen altersbedingten Zipperlein abgesehen- schmerzfreies, glückliches Hundeleben leben können.
Jetzt lebt sie in unserer Erinnerung weiter und ich erinnere mich…

…an jede Menge Spaziergänge und wie aufmerksam sie war und geduldig Wache hielt während ich am Teich Libellen und Frösche fotografierte…

…wie lebhaft und übermütig sie trotz ihres Alters an manchen Tagen durchs Korn lief…

…und an anderen Tagen einfach nur faul herumliegen wollte.

Ich erinnere mich, dass sie es hasste vom Rudel getrennt zu sein und wie beunruhigt sie war, wenn man im Freien schlafen wollte. Einmal schliefen Angie und ich auf der Terrasse eines Hauses und Tami saß ganze Nacht neben uns und passte auf.

Ich erinnere mich daran, wie gerne sie Schnee mochte um sich darin zu rollen…

…und dass sie bei einem Spaziergang in so gut wie jede Pfütze lief, zugleich aber niemals weiter als bis zum Bauch in irgend ein Wasser ging…

…und wie folgsam sie war, auch wenn noch so viele andere und interessante Dinge ihre Aufmerksamkeit forderten.

Ich erinnere mich, dass ich manchmal einfach lachen musste wenn ich sie ansah, weil sie zuweilen ein so witziges „Gschau“ hatte…

…und sie, so wie wohl die meisten Hunde, verschiedenste Leckerbissen über alles liebte. Oft kam sie, während ich vor dem PC saß, stupste mich mit der Nase an bis ich aufstand und führte mich dann aufgeregt zum Küchenkasten auf dem sich die „Schmakofatze“ befanden und sah dann erwartungsvoll zwischen Kasten und mir hin und her.

Ich erinnere mich an unseren letzten Spaziergang. Vorigen Sonntag war sie noch bei mir, und wir zogen in aller früh los, weil ich die Hoffnung hatte ein paar Tiere fotografieren zu können. Es war ein wunderbarer Morgen. Windig aber nicht zu kalt, der Himmel noch klar, aber von der Farbe wo man weiß, es wird in ein paar Stunden Schlechtwetter geben. Wir sahen Rehe, einen Falken, einen Bussard, einige Hasen und ganz nah einen Fasan. Nie hätte ich gedacht, dass dies unser letzter gemeinsamer Spaziergang, unsere letzte „Jagd“ sein sollte.

Aber sie war es, Tami. Und nun lebst du weiter in meiner Erinnerung, und wirst dies auch immer tun, und in meinem Herzen werde ich niemals ohne dir auf der Jagd sein.

Danke für all die Zeit mir.

One observation on “In Erinnerung an Tami
  1. Margret

    Lieber Manfred,
    ich finde deinen „Nachruf“ wunderbar. Leider müssen wir uns IMMER von etwas liebgewordenem verabschieden. um so mehr LEIDER, wenn es ein solcher Charakter ist wie Tami es ganz offensichtlich war.
    Mit liebem Gruß
    Margret

     
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