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Volksfest Berndorf

Als Kind war das vom roten Kreuz alljährlich zum ersten Mai hin veranstaltete Volksfest in Berndorf das Highlight schlechthin. Es gab Weihnachten, Geburtstag, Ostern und eben das Volksfest. Schon Tage vorher waren wir nervös, strichen mit Eintreffen der ersten Schausteller-Wagen am Centrelaxparkplatz umher, neugierig ob es denn heuer eine neue Fahrgelegenheit geben würde, während wir untereinander mit unseren Abenteuern vom letzten Volksfest prahlten. Außerdem besuchten wir in dieser Woche wohl alle möglichen Großeltern, Tanten, Onkel, denn irgendwie mussten die Fahrchips ja auch finanziert werden.

Tja, und heute bin ich 34 Jahre alt und war, glaube ich, das letzte mal mit 20 oder so, auf dem Volksfest. Aber gestern dachte ich „Pfeif drauf“, schnappte mir meine Kamera und Stativ, setzte mich ins Auto und fuhr nach Berndorf um ein bisschen Volksfest zu knipsen. So bewegte Lichtdingenssachen mit längerer Belichtungszeit fotografiert, sehen ja oft ganz gut aus. Außerdem war ich neugierig, ob sich irgendetwas verändert hat.

Ich drehe also meine erste Runde. Das Autodrom steht da wo es schon immer gestanden hat, zumindest so weit ich mich erinnern kann. Also direkt vor dem Bierzelt.

Wie war das? Genau, wenn die Wagen stehen bleiben möglichst schnell auf die Fahrbahn laufen um einen frei gewordenen zu ergattern.

Gleich neben dem Autodrom, ebenfalls von jeher an der selben Stelle, steht eines meiner damaligen Lieblingsfahrgeräte.

S´Tagada. Keine Ahnung wie viel Geld die damals mit mir verdient haben. Viel, glaube ich. Während der Fahrt aufstehen und sich cool in die Mitte stellen natürlich strengstens verboten. Woran ich mich damals natürlich gehalten habe… 😉

Den Sombrero gleich beim Eingang auf der Gymnasiumseite gibt es auch schon lange, wenngleich nicht schon seit immer. Aber was da früher war oder ob da etwas war weiß ich nicht mehr.

Bin ich damals auch ganz gerne gefahren, erinnere ich mich. War aber weniger cool als Tagada.

Zwischendurch wage ich einen kurzen Abstecher ins Bierzelt. Der Altersdurchschnitt steigt hier herinnen im Gegensatz zu draußen rapide an. In etwas geringerem Verhältnis auch der Alkoholgehalt im Blut. Die Musik, so stelle ich fest und bin von dieser Erkenntnis einigermaßen beruhigt, ist nach wie vor nicht so meines.

Ich mache also nur schnell ein paar Fotos und flüchte wieder ins Freie. Neben den Fahrgelegenheiten gibt es natürlich auch die üblichen Stände, wo man allerlei Stofftiere und anderen Kram gewinnen kann. Die Sachen bekommt man im normalen Handel wohl um die Hälfte des Geldes, welches man hier verspielt. Aber darum geht es ja gar nicht.

Hm. Wenn ich jetzt „Hubschrauber“ sage, wissen dann alle Volksfestkenner was ich meine?

Genau. Fahrgelegenheit für die Kinder. Gibt es wohl auch schon ewig und steht auch schon immer am selben Platz. Jedenfalls drehe ich noch eine letzte Runde. Also zu Fuß, nicht mit dem Ringelspiel. Wie viele Runden sind wir damals in den drei, vier, fünf Volksfesttagen im Kreis gelaufen. Ein paar hundert?

Aber nachdem ich jetzt schon vier mal tapfer am riesigen Süßigkeitenstand vorbei gelaufen bin, ist es mit meiner Selbstbeherrschung vorbei und ich kaufe mir ein Stangerl Erdbeeren mit Schokoladenglasur. Dann noch ein letztes mal am Tagada vorbei.

Tja. Manche müssen ihre Freundin eben überall hin mitnehmen. Ich habe genug gesehen, glaube ich. Volksfest eben. Also auf nach Hause. Hätte es damals auch nicht gegeben – Früher gehen als unbedingt notwendig 🙂

Aber falls jetzt wer Lust hat, aufs Volksfest zu gehen und damit das rote Kreuz zu unterstützen: Bis Dienstag hat man noch Gelegenheit dazu. Hier geht es zum Programm.

mit ringelspieligen Grüssen, Manfred Herrmann

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