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Kindergrab

Ich stromere immer wieder mal auf Friedhöfen herum. Einerseits wegen potentieller Motive, andererseits weil ich die Ruhe dort mag. Gemeinhin machen mir Gräber nichts aus. Die Ausnahme stellen Kindergräber dar, die mich immer etwas nachdenklich und traurig machen. Kinder sollten nicht sterben. Dennoch kommt es vor, denke ich mir dann und gehe schließlich weiter.

Aber heute stand ich plötzlich vor einem Kindergrab, von dessen Anblick ich mich nicht so einfach losreißen konnte. Einerseits das ungepflegte Grab mit dem windschiefen Kreuz an der alten Friedhofsmauer, welches so trostlos wirkte. Andererseits die fröhliche Spielzeugente und der Ball, die dem ganzen so etwas reales, irgendwie lebendiges verliehen. Als wäre das Kind nur kurz weggegangen und hätte sein Spielzeug liegen lassen.

Mit etwas traurigen Grüssen, Manfred Herrmann

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