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Oid

Oid, so ewig oid,
oid bist em woan.
Nur du lebst ois letzte,
liegst bei da Tochter
im Hebebett hoid; host
an Fodö am Fenster,
tuast vü
Fernsehschaun hoid.

Deine Gwschista schaun
scho vom Himme auf di.
Dei Maun, den host so megn,
am meisten megn,
und doch ligt a scho laung
am Laundfriedhof draußt, ole
deineLiabn lign scho laung
am Laundfriedhof draußt.

Geh, des geht nur mehr
in gaunz klane Schriat,
Schriat für Schriat
wernd Schmerzn mehr.
An da Hauswaund draußt host
a klans Bankerl hoit.
Zwa Stiagn muast steign
daun stest dafur.

Do sitzt in da Sun, heast
a Vogerl singa, sigst
a weng wos vom Goartn,
riachst wengst a Luft.
Und du denkst an domois,
an dein eigenen Gortn,
schene Stundn min Maun
und mit Enkelkinder.

So trepfän de Tog
triab vur sich hi,
de Zeit wird zach
und sinnlos zgleich.
Oft wast nimmamehr
wer is jetzt wer,
weinst wöst net wast
wo´st wirklich bist.

Dei Hirn stirbt hoit zerscht,
dei Herz schlogt nauz stork.
Du trotzt und tuast
und ruafst da Tochter:
Karin, Karin, i wü ham,
geh hüf ma zur Tür!
Du rearst Rotz und Wossa
wö wos net richtig is.

Und dei Tochta trocknet
da deTränen,
red beruhigend,
tuat da recht:
Oma du bist doch
eh do daham,
kumm, i koch da Kaffee
und an Keks isst dazua.

Daun wirds da woi
a wengarl leichta,
waunst a wengarl
Wärme gspiarst.
Wö koit is de Wöt
de wos ma net kennt,
und Aungst hot ma em
wo ollas so fremd.

De Tränen tropfen
Tog um Tog, wöst
ka Heimat kan Hoit
ka Hoffnung mehr host.
Und eines Toges
kummt da Tod
und trogt de Ham-
und trogt de Ham.

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