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Japan Atom

Japan Atom- Es gibt aktuell wohl keine zwei Worte die uns mehr beschäftigen. Unmöglich ihnen aus den Weg zu gehen. In uns allen rühren sie etwas an. Aber was?Man kann viel über die technischen Ursachen der Kraftwerkskatastrophe reden. Spekulationen über die Auswirkungen anstellen. Froh über die große Entfernung zwischen Österreich und Japan sein. Den Kopf schütteln und sagen“Das kann man sich gar nicht vorstellen.“

mixed (27)SW

Selbstverständlich sind wir jetzt alle gegen Atomenergie. Oder fast alle zumindest. Wir poppen die „ATOMKRAFT NEIN DANKE“ Pickerl auf unsere Facebook-Profilbilder. Unterschreiben die eine oder andere Unterschriftenliste. Und sagen zugleich: „Bringt eh nichts.“ Beunruhigt sind wir. Machtlos fühlen wir uns.
Was will man schon tun gegen die mächtige Atomlobby? Nach Tschernobyl hat sich ja schließlich auch nichts geändert. Na ja, vielleicht. Hoffen kann man ja…

….So drehen sich die Gedanken im Kreis. Sie werden sich noch eine ganze Weile so drehen. Aber dann, trotz allem eher früher als später, wird die Mehrheit kaum mehr daran denken. Wir Menschen sind nicht dafür geschaffen ständig Angst zu haben. Wir wissen wie tödlich Atomenergie sein kann. Wir sind uns der Tatsache, damit unseren Planeten innerhalb kürzester Zeit für uns selbst gänzlich unbewohnbar machen zu können, durchaus bewusst. JETZT. Später haben wir es wieder verdrängt. Wie sonst wäre es möglich gewesen, nach 1986 mit den Atomkraftwerken weiterzumachen?

So wie über den Frühling die Gewässer allmählich wieder klar werden, werden wir in ihrem Zerrspiegel aufs neue das Bild unserer schönen heilen, oder zumindest halbwegs sicheren Welt sehen. Der Schmutz – tausende Menschen die an Krebs sterben, missgebildet geborene Kinder, auf Jahrhunderte unbewohnbare Landstriche- wird nicht mehr sein als eine unangenehme Erinnerung, der wir möglichst keine Aufmerksamkeit schenken werden.

Wir werden vergessen- Tun wir das nicht! Dann können wir auch tun wozu wir uns aufraffen können, um es der Atomlobby schwer zu machen. Mehr müssen wir nicht tun. Erinnern wir uns!

Manfred Herrmann

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