Nordische Mythen – Der Mond und die Sonne

Es ist eine gute Frage, was es denn mit dem Mond und der Sonne auf sich hat. Im “Wafthrudnirlied”, wo ein Wissenswettstreit zwischen Odin und dem Riesen Wafthrudnir (“der im Verwickeln Starke”) beschrieben wird, stellt Odin dem Riesen genau diese Frage. Daraufhin antwortet Wafthrudnir: Weiterlesen

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Im Fluss sein

“Im Fluss” bin ich ja immer wieder im wahrsten Sinne des Wortes. Irgendwo auf ein paar glitschigen Steinen. Die Kamera auf das Stativ gepackt, immer ein bisschen in Sorge, sie könnte mir ins Wasser fallen. Dann knipse ich so vor mich hin .

Mit etwas längeren Belichtungszeiten bekommt man bei fließendem Wasser ja sehr schöne Effekte. Viel interessanter finde ich jedoch oft, was das “im Fluss sein” mit mir selber macht. Denn nach einer Weile, obwohl rings um mich alles in Bewegung ist, alles laut ist, fließt, rauscht, plätschert, werde ich im Inneren ganz ruhig und still. Oder wahrscheinlich gerade weil alles in Bewegung ist. Der Fluss schirmt die Welt vor einem ab. Es ist mir dann ein bisschen, als würde ich in einem Konzert sitzen, wo mein Verstand nur noch den Klängen folgt. Hierhin und dorthin und immer weiter… Im Fluss eben. 

Hierhin und dorthin und sind wir dem Wasser nicht oft ähnlich? Sind wir nicht ein Teil des Wassers im Strom des Lebens? Wie oft müssen wir durch enge Stromschnellen fließen, oder in die Tiefe stürzen? Oder wähnen uns alleine in der Weite des Ozeans? Genau so wenig wie das Wasser wissen wir, an welchem Ort und zu welchem Zeitpunkt wir versiegen werden. Und können wir uns gegen den Fluss unseres Lebens stemmen? Wie weit her ist es mit unserem freien Willen? Wählen wir unser Flussbett, unsere See, unsere Form, unseren Weg? Haben wir Einfluss darauf, wie schnell oder langsam wir wohin auch immer strömen? Können wir ungewollte Stromschnellen umfließen?

Aber zugleich -und das ist irgendwie paradox- kümmern mich solche Fragen nicht, während ich im Fluss bin. Ich bin mittendrin, ein Teil davon, aber zugleich doch außerhalb und Herr meiner Selbst. Das ist ein großes, aber zugleich auch absolut banales Geheimnis, finde ich.

Mit fließenden Grüssen, Manfred Herrmann

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Perchtenläufe – Schöne Entstellung

Nachdem ich voriges Jahr bereits hier allgemein über die Geschichte von Perchtenläufen und Krampusrummel geschrieben habe, möchte ich mir an dieser Stelle ein paar Gedanken über die Masken an sich machen, die ich dieses Jahr beim Perchtenlauf in Traiskirchen fotografiert habe.

Die Masken leben ja prinzipiell alle von der Entstellung und Übertreibung meist menschlicher Gesichtsformen. Weiterlesen

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Verstaubte Ecken (magische Lektionen 1)

Verstaubte Ecken, vergessene Nischen, Simse und Borde außerhalb des Bewusstseins.

Hier wohnen sie, die Hexen und Zauberer, spinnen unbemerkt ihre Magie ins Gewebe der Welt.

Scheinbar verwachsen mit der Welt des Unbewussten, träumen sie Schicksal und weben ihre Fäden als feines Gespinst ins Leben der Menschen.

Kaum einmal bemerkt man sie, aber wenn doch, so weiß man nicht woran sie weben und spinnen, mit welchem Netz sie uns umhüllen, wohin welcher Faden denn führt

                                          Sie sind und tun, indem sie sind.

Denn wer kennt denn schon einen jeden Winkel seines Gehirns?

Wer kann sagen, all seine Ecken und Nischen und Simse und Borde abgestaubt und damit den Hexen und Zauberern ihr Werkzeug genommen zu haben?

Aber selbst wenn – Wer wird denn dem Staub für alle Zeit Herr?

Wir sind aus Staub und werden wieder zu Staub.

Dies ist das Geheimnis der Hexen und Zauberer.

Mit magischen Grüssen, Manfred Herrmann ;-)

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Mystisches Nebelland

Gestern Nachmittag hatten wir ja so einen richtig dichten Nebel über dem Land hängen. Also optimales Fotowetter, fand ich, schnappte mir gleich nach der Arbeit meine Kamera und macht mich auf in die Wälder.
In so einem dichten Nebel unterwegs zu sein ist immer wieder ein ganz eigenes Erlebnis. Er dämpft die Geräusche, die Welt ist stiller als sonst. Das Auge findet in der Weite keine klaren Formen, nichts woran es sich festhalten kann. Letztlich ist man in seiner Wahrnehmung auf die Dinge in der Nähe zurückgeworfen. So hat der Nebel auch immer etwas unmittelbares. Mit jedem Schritt enthüllt und versteckt er die Welt gleichermaßen. Man selbst ist immer die Mitte. Im Nebel der Welt verborgen und ihr bloßgestellt im selben Augenblick. …

In solcherart Gedanken versunken, erreiche ich auch schon ein Naturdenkmal namens “drei Steine”. Weiterlesen

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