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	<title>Herr M</title>
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	<description>Fotografie und Texte von Manfred Herrmann</description>
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		<title>Nordische Mythen &#8211; Niflheim, Eisriesen, Weltschöpfung</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 07:58:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr M</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nordische Mythen]]></category>

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		<description><![CDATA[Niflheim (&#8220;Dunkelheim&#8221;) bezeichnet eine eisige Welt im Norden, welche von Hrimthursen, also Reif- und Frostriesen bewohnt wird, welche beinahe alle mit den Asen verfeindet sind. Der Prosa-Edda nach, spielt sie, zusammen mit Muspelheim („Flammenheim“) eine wichtige Rolle bei der Entstehung &#8230; <a href="http://www.herr-m.at/2012/02/05/nordische-mythen-niflheim-eisriesen-weltschopfung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/02/eisi-22.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1793" title="eisi (22)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/02/eisi-22.jpg" alt="eis" width="428" height="639" /></a>Niflheim (&#8220;Dunkelheim&#8221;) bezeichnet eine eisige Welt im Norden, welche von Hrimthursen, also Reif- und Frostriesen bewohnt wird, welche beinahe alle mit den Asen verfeindet sind. Der Prosa-Edda nach, spielt sie, zusammen mit Muspelheim („Flammenheim“) eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Welt:</p>
<p><em>„&#8230;Da sprach Thridi: So wie die Kälte von Niflheim kam und alles Ungestüm, so war die Seite, die nach Muspelheim sah, warm und licht, und Ginnungagap dort so lau wie windlose Luft, und als die Glut auch dem Reif begegnete also daß er schmolz und sich in Tropfen auflöste, da erhielten die Tropfen Leben durch die Kraft dessen, der die Hitze sandte.<span id="more-1791"></span> Da entstand ein Menschengebild, das Ymir genannt ward; aber die Hrimthursen (Frostriesen) nennen ihn Örgelmir, und von ihm kommt das Geschlecht der Hrimthursen&#8230;“</em> (<a href="http://de.wikisource.org/wiki/Edda/Snorra-Edda/Gylfaginn%C3%AEng" target="_blank">Quelle: http://de.wikisource.org/wiki/Edda/Snorra-Edda/Gylfaginn%C3%AEng</a> )</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1794" style="border-style: initial; border-color: initial;" title="eisi (87)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/02/eisi-87.jpg" alt="" width="639" height="428" /></p>
<p>Warum die Welt gerade aus dem Zusammenprall der beiden Gegensätzen des kalten, dunklen Niflheim und des heißen, Funken sprühenden Muspelheim entstand, wird vielleicht klarer, wenn man einen Blick nach Island, dem Herkunftsland der Eddas wirft. Auch dort gibt es lange, dunkle Winter, aber auch einen Sommer in dem es nie dunkel wird. Oft ist das Land von Eis bedeckt, während Geysire heißes Wasser aus der Erde speien. Und Vulkane haben das Land geformt und formen es noch.</p>
<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/02/eisi-95.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1795" title="eisi (95)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/02/eisi-95.jpg" alt="" width="639" height="428" /></a></p>
<p>In Niflheim liegt, der Prosa-Edda nach, auch die Quelle Hvergelmir, welche die Flüsse der Welt speist. In dieser Quelle leben auch der Drache Nidhögg („der hasserfüllt Schlagende) sowie mehrere Schlangen. Nidhögg und die Schlangen nagen an den Wurzeln des Weltenbaumes und schädigen in so. Auch hier wird wieder einmal klar, dass die Welt der nordischen Mythen nicht in statischer Harmonie aus sich selbst heraus existiert, sondern durch verschiedenartige, miteinander in Wechselwirkungen stehenden Kräften lebt und sich entwickelt.</p>
<p>Mit mythologischen Grüssen, Manfred Herrmann</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Nordische Mythen &#8211; Der Mond und die Sonne</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 13:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr M</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nordische Mythen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist eine gute Frage, was es denn mit dem Mond und der Sonne auf sich hat. Im &#8220;Wafthrudnirlied&#8221;, wo ein Wissenswettstreit zwischen Odin und dem Riesen Wafthrudnir (&#8220;der im Verwickeln Starke&#8221;) beschrieben wird, stellt Odin dem Riesen genau diese &#8230; <a href="http://www.herr-m.at/2012/01/15/nordische-mythen-der-mond-und-die-sonne/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine gute Frage, was es denn mit dem Mond und der Sonne auf sich hat. Im &#8220;Wafthrudnirlied&#8221;, wo ein Wissenswettstreit zwischen Odin und dem Riesen Wafthrudnir (&#8220;der im Verwickeln Starke&#8221;) beschrieben wird, stellt Odin dem Riesen genau diese Frage. Daraufhin antwortet Wafthrudnir:<span id="more-1754"></span></p>
<address>&#8220;Mundilfari heiß er,<br />
er soll des Mondes Vater<br />
und der Sonne sein;<br />
sie ziehen täglich,<br />
zum Zeitmaß den Menschen,<br />
über den Himmel hin.&#8221;</address>
<address> </address>
<p>(Übers.: Felix Genzmer)</p>
<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/morgengrauen-sooß-12.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1757" title="morgengrauen sooß (12)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/morgengrauen-sooß-12.jpg" alt="" width="639" height="428" /></a></p>
<p>Mundilfari (&#8220;der sich nach bestimmten Zeiten bewegt&#8221;) gehört dem Geschlecht der Riesen an und gilt als Beweger der Weltachse. Er hat zwei Kinder, die so hübsch waren, dass er sie nach den Gestirnen Sol (&#8220;Sonne&#8221;) und Mani (&#8220;Mond&#8221;) benannte. Dies Anmaßung erzürnte aber die Götter, weshalb sie die beiden als Wagenlenker eben dieser Gestirne an den Himmel setzen. Mani wird auf seiner Fahrt von den beiden Kindern Bil (&#8220;die Abnehmende&#8221;) und Hjuki (&#8220;der zu Kräften kommende&#8221;) begleitet. Er nahm die Beiden zu sich, als sie vom Brunnen Byrgir kamen. Den Eimer sowie die Stange an der sie diesen trugen, kann man nach wie vor als Mondflecken sehen.</p>
<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/morgengrauen-sooß-7.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1756" title="morgengrauen sooß (7)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/morgengrauen-sooß-7.jpg" alt="" width="639" height="428" /></a></p>
<p>Unablässig wir Manis von Pferden gezogener Mondwagen von einem Wolf verfolgt. Je nach Überlieferung handelt es sich dabei um den Wolf Hati (&#8220;Hasser&#8221;), welcher zu Raganrök (&#8220;Schicksal der Götter&#8221;) den Mond verschlingen wird, oder um den Wolf  Managarm (&#8220;Mondshund&#8221;), der den Mond zu Ragnarök ebenfalls verschlingen wird, wobei das Blut des Mondes dann auf die Sonne spritzt und diese verdunkelt.</p>
<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/morgengrauen-sooß-42.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1760" title="morgengrauen sooß (42)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/morgengrauen-sooß-42.jpg" alt="" width="639" height="428" /></a></p>
<p>Sols Wagen wird von zwei Pferden mit den Namen Arvakr (&#8220;der Frühwache&#8221;) und Alsvidr (&#8220;der Allgeschwinde&#8221;) gezogen. Der Wagen selbst wird von dem Schild Swalin (&#8220;der Kühle) vor der Gluthitze geschützt. Auch Sol wird verfolgt, nämlich von Hatis Zwillingsbruder, dem Wolf Skalli (wahrscheinlich &#8220;Schatten&#8221;) verfolgt. Bei einer Sonnenfinsternis kommt Skalli der Sonne gefährlich nahe. Eine anderern Überlieferung nach, verschlingt der Fenriswolf <span style="line-height: 24px;">selbst die Sonne. </span>(Ein riesiger Wolf, erstes Kind von Loki und der Riesin Angrboda, der von den Göttern mithilfe einer List gefesselt wurde und sich zu Ragnarök befreit) .<br />
Allerdings gebiert Sol zu diesem Zeitpunkt eine Tochter, schöner noch als sie selbst, die in der neuen Welt weiter scheinen wird.</p>
<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/sonnenwolf.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1763" title="sonnenwolf" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/sonnenwolf.jpg" alt="" width="639" height="455" /></a></p>
<p>Wie auch sonst in der nordischen Mythologie, sind Sonne und Mond also keine allmächtigen und unsterblichen Götter. Sie sind, so wie alles andere auch, einem Schicksal unterworfen. Ragnarök = Schicksal der Götter (aus &#8220;ragna&#8221;= &#8220;Gott&#8221; und &#8220;rök&#8221; = &#8220;Ursache, Sinn des Ursprunges.&#8221;)</p>
<p>Mit mythologischen Grüssen, Manfred Herrmann</p>
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		<title>Im Fluss sein</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 12:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr M</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Im Fluss&#8221; bin ich ja immer wieder im wahrsten Sinne des Wortes. Irgendwo auf ein paar glitschigen Steinen. Die Kamera auf das Stativ gepackt, immer ein bisschen in Sorge, sie könnte mir ins Wasser fallen. Dann knipse ich so vor &#8230; <a href="http://www.herr-m.at/2012/01/08/im-fluss/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Im Fluss&#8221; bin ich ja immer wieder im wahrsten Sinne des Wortes. Irgendwo auf ein paar glitschigen Steinen. Die Kamera auf das Stativ gepackt, immer ein bisschen in Sorge, sie könnte mir ins Wasser fallen. Dann knipse ich so vor mich hin .</p>
<p><a style="color: #ff4b33; line-height: 24px; font-size: 16px;" href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/wasser-29.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1747" style="border-style: initial; border-color: initial;" title="wasser (29)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/wasser-29.jpg" alt="" width="800" height="536" /></a></p>
<p><span id="more-1732"></span>Mit etwas längeren Belichtungszeiten bekommt man bei fließendem Wasser ja sehr schöne Effekte. <span style="line-height: 24px;">Viel interessanter finde ich jedoch oft, was das &#8220;im Fluss sein&#8221; mit mir selber macht. Denn nach einer Weile, obwohl rings um mich alles in Bewegung ist, alles laut ist, fließt, rauscht, plätschert, werde ich im Inneren ganz ruhig und still. Oder wahrscheinlich gerade weil alles in Bewegung ist. Der Fluss schirmt die Welt vor einem ab. Es ist mir dann ein bisschen, als würde ich in einem Konzert sitzen, wo mein Verstand nur noch den Klängen folgt. Hierhin und dorthin und immer weiter&#8230; Im Fluss eben. </span></p>
<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/wasser-33.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1734" title="wasser (33)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/wasser-33.jpg" alt="" width="999" height="669" /></a>Hierhin und dorthin und sind wir dem Wasser nicht oft ähnlich? Sind wir nicht ein Teil des Wassers im Strom des Lebens? Wie oft müssen wir durch enge Stromschnellen fließen, oder in die Tiefe stürzen? Oder wähnen uns alleine in der Weite des Ozeans? Genau so wenig wie das Wasser wissen wir, an welchem Ort und zu welchem Zeitpunkt wir versiegen werden. Und können wir uns gegen den Fluss unseres Lebens stemmen? Wie weit her ist es mit unserem freien Willen? Wählen wir unser Flussbett, unsere See, unsere Form, unseren Weg? Haben wir Einfluss darauf, wie schnell oder langsam wir wohin auch immer strömen? Können wir ungewollte Stromschnellen umfließen?</p>
<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/wasser-30.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1733" title="wasser (30)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2012/01/wasser-30.jpg" alt="" width="999" height="669" /></a></p>
<p>Aber zugleich -und das ist irgendwie paradox- kümmern mich solche Fragen nicht, während ich im Fluss bin. Ich bin mittendrin, ein Teil davon, aber zugleich doch außerhalb und Herr meiner Selbst. Das ist ein großes, aber zugleich auch absolut banales Geheimnis, finde ich.</p>
<p>Mit fließenden Grüssen, Manfred Herrmann</p>
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		<title>Perchtenläufe &#8211; Schöne Entstellung</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 13:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr M</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brauchtum]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich voriges Jahr bereits hier allgemein über die Geschichte von Perchtenläufen und Krampusrummel geschrieben habe, möchte ich mir an dieser Stelle ein paar Gedanken über die Masken an sich machen, die ich dieses Jahr beim Perchtenlauf in Traiskirchen fotografiert habe. &#8230; <a href="http://www.herr-m.at/2011/12/18/perchtenlaufe-schone-entstellung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich voriges Jahr bereits <a href="http://www.herr-m.at/2010/11/28/perchtenlaufe-und-krampusrummel/" target="_blank">hier</a> allgemein über die Geschichte von Perchtenläufen und Krampusrummel geschrieben habe, möchte ich mir an dieser Stelle ein paar Gedanken über die Masken an sich machen, die ich dieses Jahr beim Perchtenlauf in Traiskirchen fotografiert habe.</p>
<p><img class="size-full wp-image-1705 aligncenter" style="border-style: initial; border-color: initial;" title="perchtenlauf traiskirchen (46)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-46.jpg" alt="" width="428" height="639" /></p>
<p style="text-align: left;">Die Masken leben ja prinzipiell alle von der Entstellung und Übertreibung meist menschlicher Gesichtsformen. <span id="more-1700"></span>Starre Augen, zu große und oft verbogene Zähne, riesige Ohren die in ihrer Form an die Ohren von Tieren erinnern, schiefe Nasen, Falten, Narben, heraushängende Zungen und so weiter. Außerdem kommen auch tierische Attribute wie Hörner, Felle und Krallen dazu.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-6.jpg"><img class="size-full wp-image-1701 aligncenter" title="perchtenlauf traiskirchen (6)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-6.jpg" alt="" width="428" height="639" /></a></p>
<p style="text-align: left;"> Sehr interessant finde ich, dass viele neuere Masken von den Gesichtszügen her, den Orks aus den Herr der Ringe Filmen ähneln. Manchmal sieht man auch clowneske Masken oder andere Anleihen aus diversen Horrorfilmen. Das Prinzip der Entstellung und Übertreibung bleibt dabei jedoch immer gleich.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-47.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1706" title="perchtenlauf traiskirchen (47)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-47.jpg" alt="" width="428" height="639" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Selten sieht man neben den Hexenfiguren auch andere Perchten -oder Krampusmasken mit weiblichen Gesichtszügen.</p>
<p><a style="color: #ff4b33; line-height: 24px; font-size: 16px; text-align: left;" href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-11.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1702" style="border-style: initial; border-color: initial;" title="perchtenlauf traiskirchen (11)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-11.jpg" alt="" width="428" height="639" /></a></p>
<p>Ich bin gespannt, ob wir in Zukunft, da es ja immer mehr nicht &#8211; traditionelle Masken geben wird, auch mehr weibliche Masken zu sehen bekommen werden.</p>
<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-53.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1707" title="perchtenlauf traiskirchen (53)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-53.jpg" alt="" width="428" height="639" /></a></p>
<p>Im Gegensatz dazu, ist die sogenannte &#8220;Habergeiß&#8221; eine sehr klassische Figur. Hierbei handelt es sich um einen Dämon in Form einer Ziege, die durch verschiedene Dinge, wie zum Beispiel einen Pferdefuß, ein Federkleid anstatt des Fells, oder andere dämonische Attribute entstellt ist. Die oft weit über zwei Meter große Figur, findet ihre Entsprechung im skandinavischen Julbock. Dieser brachte, bevor er durch den Weihnachtsmann ersetzt wurde, die Weihnachtsgeschenke. Er steht für die wiederkehrende Fruchtbarkeit der Erde und galt oder gilt auch noch, als Verkörperung des nordischen Donnergottes Thor. (Dessen Wagen von zwei Böcken gezogen wird.)</p>
<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-71.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1710" title="perchtenlauf traiskirchen (71)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-71.jpg" alt="" width="428" height="639" /></a></p>
<p>Neben der Entstellung und Übertreibung, lassen die Gesichtszüge bei einigen Masken oft auch auf Emotionen schließen, die den meisten Menschen unangenehm sind und aus denen viel Unheil entstehen kann. Zorn, so wie bei der Maske oben, Gier, Hass oder einfach auch nur Verrücktheit, spiegelt sich in vielen der hölzernen Gesichter wieder.</p>
<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-65.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1708" title="perchtenlauf traiskirchen (65)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-65.jpg" alt="" width="639" height="428" /></a></p>
<p>Andererseits gibt es auch wieder Masken, die fast schon androgyn wirken und deren Mimik Spielraum für Assoziationen lässt. Aber auch Behinderungen, wie zum Beispiel Blindheit, finden sich.</p>
<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-67.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1709" title="perchtenlauf traiskirchen (67)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-67.jpg" alt="" width="639" height="428" /></a></p>
<p>Letzthin sieht der Mensch beim Betrachten dieser Masken immer in einen Spiegel, der ihn mit seinen eigenen Ängsten, Emotionen, Gefühlen, aber auch Wünschen, Begierden und Bedürfnissen konfrontiert. Er betrachtet in dieser Maskerade gewissermaßen ein Zerrbild seiner selbst.</p>
<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-37.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1704" title="perchtenlauf traiskirchen (37)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-37.jpg" alt="" width="639" height="428" /></a></p>
<p>Zum Abschluss am Rande sei noch angemerkt, dass sich das Benehmen, sowohl der Perchtengruppen als auch der Zuseher, gebessert zu haben scheint. Als ich noch ein Kind war, mussten die Perchten und Krampusse damit rechnen, von Feuerwerkskörpern  in Brand gesteckt oder verletzt zu werden, während Kinder und Jugendliche, oft auch Erwachsene, Gefahr liefen, wirklich verprügelt zu werden. Zumindest bei den organisierten Läufen konnte ich solche Übergriffe in unseren Breiten schon lange nicht erleben.</p>
<p><a href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-25.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1703" title="perchtenlauf traiskirchen (25)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/perchtenlauf-traiskirchen-25.jpg" alt="" width="639" height="428" /></a>So steht also zu hoffen, dass dieser tolle Brauch weiterhin gepflegt wird und weiter wächst. Denn in den Masken steckt ja auch jede Menge Handwerkskunst, während die Läufe für die einzelnen Brauchtumsgruppen sowie die Organisatoren, mit jeder Menge, meist unbezahlten Arbeitsstunden verbunden sind.</p>
<p>mit perchtigen Grüssen, Manfred Herrmann</p>
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		<title>Verstaubte Ecken (magische Lektionen 1)</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 08:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr M</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Unglaublichkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Verstaubte Ecken, vergessene Nischen, Simse und Borde außerhalb des Bewusstseins. Hier wohnen sie, die Hexen und Zauberer, spinnen unbemerkt ihre Magie ins Gewebe der Welt. Scheinbar verwachsen mit der Welt des Unbewussten, träumen sie Schicksal und weben ihre Fäden als &#8230; <a href="http://www.herr-m.at/2011/12/11/verstaubte-ecken-magische-lektionen-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a style="color: #ff4b33;" href="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/verstaubte-ecken-16.jpg"><img class="size-full wp-image-1676 alignright" style="border-style: initial; border-color: initial;" title="verstaubte ecken (16)" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/verstaubte-ecken-16.jpg" alt="" width="428" height="639" /></a>Verstaubte Ecken, vergessene Nischen, Simse und Borde außerhalb des Bewusstseins.</p>
<p lang="de-AT">Hier wohnen sie, die Hexen und Zauberer, spinnen unbemerkt ihre Magie ins Gewebe der Welt.</p>
<p lang="de-AT">Scheinbar verwachsen mit der Welt des Unbewussten, träumen sie Schicksal und weben ihre Fäden als feines Gespinst ins Leben der Menschen.</p>
<p lang="de-AT">Kaum einmal bemerkt man sie, aber wenn doch, so weiß man nicht woran sie weben und spinnen, mit welchem Netz sie uns umhüllen, wohin welcher Faden denn führt</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1677" title="verstaubte ecken (19)sw" src="http://www.herr-m.at/wp-content/uploads/2011/12/verstaubte-ecken-19sw.jpg" alt="" width="428" height="639" /></p>
<p lang="de-AT">                                          Sie sind und tun, indem sie sind.</p>
<p lang="de-AT">Denn wer kennt denn schon einen jeden Winkel seines Gehirns?</p>
<p lang="de-AT">Wer kann sagen, all seine Ecken und Nischen und Simse und Borde abgestaubt und damit den Hexen und Zauberern ihr Werkzeug genommen zu haben?</p>
<p lang="de-AT">Aber selbst wenn – Wer wird denn dem Staub für alle Zeit Herr?</p>
<p lang="de-AT">Wir sind aus Staub und werden wieder zu Staub.</p>
<p lang="de-AT">Dies ist das Geheimnis der Hexen und Zauberer.</p>
<p lang="de-AT">Mit magischen Grüssen, Manfred Herrmann <img src='http://www.herr-m.at/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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