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Baden in bunt und bei Nacht…

Waldviertler Schuh Tramper (Ein Loblied)
Makrofotografie im März

Angeregt durch Bilder in einer Facebook-Fotogruppe, wo jemand knallig bunte Bilder aus dem nächtlichen Wien gepostet hatte, nahm ich mir vor, selbiges in Baden auszuprobieren. Es ist ja immer eine gute Übung, sich ein Thema zu suchen und dann gezielt darauf hinzufotografieren.
Meine bessere Hälfte musste lachen, als ich ihr von meinem Vorhaben erzählte. Denn immerhin ist Baden eine Stadt, die eher nicht dafür bekannt ist, nachts in tausend bunten Farben zu erstrahlen. Auch schräge Leute, die sich nach Einbruch der Dunkelheit bunt bekleidet an irgendwelchen versifften Würstelständen einfinden, sucht man vergeblich.
Das nächtliche Baden ist insgesamt mehr so weiß-gold-braun und die Leute sind schön, aber selten bunt angezogen.
Na gut, egal. Irgendwas wird sich schon finden, denke ich mir und bekomme auf der Fahrt in die Stadt seltsamerweise Gusto auf Kakao…

Ich parke mein Auto beim Bahnhof und spaziere Richtung Innenstadt. Es ist 21.00 Uhr und die Straßen sind erstaunlich menschenleer. Etwas richtig buntes finde ich erstmal irgendwie auch nicht. Obwohl – siehe da,man glaubt es kaum – Baden als enorm jugendfreundliche Stadt hat eine telefonische Direktverbindung zum Frequenzy 😉 

Nach diesem Lichtblick schaue ich mich weiter um und finde die Auslage eine Stoffgeschäftes. Nicht so knallig wie ich es gerne hätte, aber bunt genug und täglich frisch.

Equipment-mäßig bin ich übrigens mit dem 50mm- f 1,4 Nikkor an der D-700 unterwegs. Weil große Blendenöffnungen halt einfach geil sind. (Und ich ein Stativ-Muffel bin. Aber psst- Nicht weitersagen)
Trotzdem. Auch die große Anfangsblende macht Baden nicht bunter und in meiner Verzweiflung lasse ich mich zu einem Billa-Bild hinreißen.

Ein Stück weiter vorne dann eine hübsche Rot-blau Kombi:

Und noch ein Stück weiter ein Blick durchs Fenster eines guten Restaurants. Alternativ kann man sich aber auch jede Menge Fotozeugs leisten, wenn man dort ein paar mal NICHT essen geht 🙂

Ich kämpfe mich also weiter durch die Menschenmassen Richtung Römertherme. Hierbei handelt es sich um das Erlebnisbad schlechthin. Kein Scherz. Als ich noch lange Haare hatte und dort regelmäßig schwimmen war, wurde ich allen ernstes von einer älteren Dame angesprochen die meinte: „Warum setzen sie sich keine Badehaube auf? Das ist ja ganz grauslich und unhygienisch mit den langen Haaren im Wasser.“
Ja, eh. Lange Männerhaare sind generell grauslicher und unhygienischer als lange Frauenhaare…. 😉

So weit so bunt. Aus dem Marktamt leuchtet die Bar recht bunt heraus und mir gefällt die Kerze und ihr Muster auf der Wand…

Ein Stück weiter vorne wird es dann dunkel und ich probiere was in verrauschtem Rot.

Die Pizzeria beim Beethoven-Haus soll sehr gut sein. Ich war noch nicht dort, aber es schaut  sehr einladend aus.

Ein Stück weiter das CINEMA PARADISO von dem ich sehr froh bin, dass es hier seinen Platz gefunden hat, weil man nur hier den einen oder anderen Film sehen kann, für den man ansonsten nach Wien pendeln müsste.

Dann kommt endlich meine absolute Lieblings – Fassade in Baden. Echt jetzt. Das leuchtet so retro-mäßig goldgelb daher – Mir kommen da jedesmal vor lauter Nostalgie beinahe die Tränen 🙂

Auf der Suche nach weiteren Farben bewege ich mich Richtung Kurpark und finde mich dann irgendwann vor dem Dirndlgeschäft am Anfang der Fußgängerzone wieder. Gut. Sagen wir, dass ist auch bunt.

Vom Dirndlgeschäft weiter ein Blick in das Cafe- Dingsbums mit Spiegel-Personal aus der Auslage gegenüber.

Das nächste Foto mache ich einfach nur weil die orange-blau Kombi so… so…sage wir so: Das tut schon so weh das es schon wieder geil ist 😉

Ich bin dann wieder dort in der Nähe bei dem Retro-Dings und spiele noch ein wenig mit den Spiegelungen der Zuckerlecke herum.

Reißt mich aber nicht raus und ich suche weiter nach bunten Sachen. Das „Amterl“ fällt mir hier als sehr vorbildlich bunt ins Auge 🙂

Gut. Zum Augen ausrasten nehmen wir den Notausgang. (Warum endet der eigentlich an einem Eisengitter?)

Na egal. Kryptische Botschaften auf einem Fenster gegenüber.

Weiter geht es. Das Cafe Central mit den großen Fenstern. Genau DAS sind die Farben, an die man bei dem Wort BADEN denken muss, oder?

Da kriegt man dann schon den Blues…

Also halt noch einmal eine Auslagen-Spiegelung aufs Auge 😉

Dann werde ich plötzlich von einem Ufo entführt….

Und in irgend einer unheimlichen Villengegend mit spitzen Zäunen wieder ausgesetzt:

Mich gruselt ein bisschen, und da in Baden nach 23.00 Uhr ohnehin alle Rollos heruntergelassen werden und niemand mehr auf der Straße sein darf, beende ich mein Baden in Bunt bei Nacht Projekt für diesen Abend. 🙂

Waldviertler Schuh Tramper (Ein Loblied)
Makrofotografie im März

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